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  Veröffentlichungen und Sekundärliteratur über Lieselotte Schwarz – Stand 11.01.04
 

 

1961-1989
1970-1973
1974
1975-1980
1981
1982-1985
1986-1990
1992-1997
1998-1999
2000
2003

 

2000 „WHO IS WHO IN GERMAN“ Verlag Brigitte Schellmann Berlin
   
2000 „Lieselotte Schwarz Bilderbuchillustrationen“
Werke aus der Sammlung des Museums Burg Wissem, Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf. Mit Texten von:
Dr. Maria Linsmann-Dege, Prof. Horst Künnemann, Elisabeth Hohmeister, Dr. Pauline Liesen und Prof. Dr. Hans A. Halbey.
 
Zitate: Maria Linsmann:
„…Aus heutiger Sicht erscheint Lieselotte Schwarz nicht nur als eine der wichtigsten und in ihrer Zeit sicher auch experimentierfreudigsten und prägendsten Bilderbuchmacherinnen, sondern auch als Künstlerin, die sich nicht auf die Kinder- und Bilderbücher beschränkt hat, sondern ebenso in der freien Kunst bei der Zielgruppe der erwachsenen Leser und Betrachter beheimatet ist….“

Horst Künneman:
„…Wer für Kinder schafft, kann nicht auch noch die Erwachsenen bedienen, und wer ernst genommen werden will und den Kunstmarkt der ,Großen‘ versorgt, sollte sich gefälligst nicht dazu herablassen, für die ,Kleinen‘ etwas vom Katzentisch der Musen und Künste herunterzukrümeln!
Lieselotte Schwarz hat ganz sicher unter diesem Zwiespalt, der in Deutschland bis zur Schizophrenie durchgehalten wird, gelitten. Was ihre Lebensarbeit betrifft, hat sie sich bis heute jedoch keinen Deut darum geschert. Schon in den sechziger und siebziger Jahren hat sie für den gesamten Bereich der bildenden Kunst produziert, gezeichnet, Lithos hergestellt und sich im Keramischen versucht……Die Kinderbuchkritik, …hat von diesem komplexen Leben und Werk nur ausnahmsweise Kenntnis genomen….“

„…Wir sollten mit zu raschen Vorurteilen vorsichtig sein und statt dessen in zwei noch erhältliche Kataloge schauen: LIESELOTTE SCHWARZ. MALERBÜCHER. von Alexander Hildebrand mit kompetenten Aufsätzen aus unterschiedlichen Federn sowie LIESELOTTE SCHWARZ. BILDER, von Bruno Russ herausgegeben. Beide Titel sind reich illustriert und belegen nachhaltig die Produktivität sowie die künstlerische Entwicklung der ,Mal-Poetin‘…..“
„…,Welthaltigkeit‘ wurde in der Vergangenheit vornehmlich jenen literarischen Spitzenwerken zuerkannt, in denen hinter und unter dem sichtbar und leicht Kontrollierbaren das Mystische , Tiefgründige mitwirkte. In den reifsten Arbeiten der Künstlerin spielen jene Momente gleichfalls hinein. In den Texten und Bildern im LEIERMANN DREHT GOLDNE STERNE (1959) bis hin zu ihren Märchenbildern, dem RATTENFÄNGER, dem TRAUMMACHER und dem ZAUBER der siebziger Jahre ist die gewohnte Schwerkraft aufgehoben entzieht sich die Bildkunst den herrschenden Naturgesetzen und den Regeln der Physik. Tänzerisch und musikalisch folgen Fläche und Farben einem neu gesetztem Regelwerk, gewandelten Normen. In den lyrisierenden Kurztexten öffnen sich Türen und Fenster, hinter denen völlig Neues und Verändertes in Bildern auf die Betrachter zukommt. …“
„…Legten wir ihre frühen und jetzigen Arbeiten auf eine Drehscheibe der elektrischen Spielzeugeisenbahn, so könnten die Züge mit uns und den Kindern noch in weitere Richtungen fahren. Wir würden ohne große Umwege beim frühen Lyonel Feininger, seinen Klötzchenhäusern mit Eisenbahnen, bei den farbexpressiven Tieren des Franz Mark und den Aquarellen des August Macke, die er von der Tunesienreise nach Kairouan mitbrachte, landen. Blättern wir weiter in Kunstgeschichtsbänden und Monographien so lassen sich fugenlos die Traumbilder und Phantasien neben Motive der Münter, Jawlensky oder Amado Modiglianis packen, mit dessen Namen sich die somnambulen Dauerschläferinnen mit geschlossenen oder halboffenen Augen verbinden. Die gedrungenen Rundfiguren der Schwarz erweisen sich bei unseren Rundfahrten als unmittelbare Verwandte der Dickmöpse des Kolumbianers Botero. Alles hängt mit Allem zusammen, da von Nichts gewöhnlich auch nichts kommt….“

Zum Bilderbuch „ICH“:
„…Vom besternten Himmel in den Vorsatzpapieren umschlossen, zieht die Künstlerin in schönster Farbgebung eine vorläufige Lebensbilanz, die von innen heiter verträumt und verspielt durch die Bilderbuchseiten strahlt und nicht zum flotten Durchblättern, sondern eher zum sich Versenken verleitet…..“

Hans A. Halbey:
„…In erster Linie ist es auch der ganz bestimmte, charakteristische Klang, der die Bilder Lieselotte Schwarz’ schon von weitem und auf Anhieb als die ihren zu erkennen gibt. Es mögen die Kompositionen noch so sehr variieren, die einzelnen Farben an Intensität und im Gefüge der Komposition wechseln – der Gesamtklang ist immer und unverkennbar der Schwarz’sche….“
„…Die Malkunst der Lieselotte Schwarz steht allein und souverän im großen Mosaik neuerer Stile und Richtungen und kann sich neben Anerkanntem voll behaupten. Aus vielen derzeitigen Anstrengungen, Kunst als Installation oder dergleichen zu offerieren, ragt sie weit heraus. Lieselotte Schwarz ist überdies eine hervorragende Zeichnerin. Ihre oft hauchzart hingestrichelten, mitunter schemenhaft faßbaren Zeichnungen bezeugen die feine künstlerische Sensibilität und ihre Meisterschaft in diesem Sonderbereich der bildenden Kunst. Ihre ganze Kunst gilt dem ICH, und so lautet auch der Titel ihres neuen wunderbaren Bilderbuches….“