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  Einzelausstellungen mit Zitaten aus der Eröffnungsrede
 

1957-1975
1976-1982
1983-1997
1998-1999
2000-2001
2002

 

2000 Bilderbuch-Museum Burg Wissem, Troisdorf
   
2000 Solmsstr. 4, Wiesbaden
   
2001 Onkologische Tagesklinik der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, Wiesbaden
   
2001 Rosi Jäger, Galerie in der Kelter, Hochheim
     
    Zitate aus der Eröffnungsrede Prof. Dr. Hans A. Halbey:
„....Die Malerei der Lieselotte Schwarz ist Poesie im anfangs dargelegten Sinn! Der topos poeticon bei der Malerei liegt in der Interaktion der Formen, Farben und Klängen, wobei der Sinn oder die Bedeutung einzelner Formen auf diese alle einwirkt. Ein Bild hier ist ein Geflecht von aktiv nach allen Seiten wirkenden bildlichen Aussagen, Andeutungen, Bedeutungen, Formen, Farben und Klängen in bestimmten Rythmen – und nicht immer muß die uns gewohnte Logik die Geflecht-Struktur bestimmen. Hinzu kommt eine unverwechselbare Aura des Ganzen....“

„....Der bedeutende französische Philosoph Roland Barthes hat den Begriff >lectures> (Lesungen) auch auf Bilder angewandt, er betitelt einen seiner Aufsätze sinnreich >Von der Rhetorik des Bildes< Die Bilder von Lieselotte Schwarz wollen und müssen >gelesen< werden. Dabei sind viele Bildvokabeln schwer oder nur oberflächlich lesbar, wenn man die Bedeutung einzelner Bildzeichen nicht kennt – übrigens auch analog zur Wortpoesie, wo viele Worte verschlüsselt bleiben. Gönnen wir den Dichtern und Malern einen kleinen, aber existenziell ganz wesentlichen Garten, wo sie ganz für sich bleiben können....“

„....An anderer Stelle schreibt Russ: >Diese Bild-Wörter, diese Requisiten sind Zeichen, die der Vergewisserung und Versicherung der Existenz dienen. Stern, Herz und Mond sind Beschwörungsformeln.< Mit dem Begriff >Beschwörungsformeln< trifft Russ ins Zentrum der bildnerischen Aussagewelt. Den Naturvölkern gleich werden Dinge, Erlebnisse und Erfahrungen in Bildzeichen gebannt und so in Distanz gesetzt...“

„... Die Malerin verwendet fast durchweg reine Farben, und wenn sie mischt, dann jeweils zum Aufhellen oder Verdunkeln. Es gibt keine verunklarenden Mischungen, und es gibt keine aggressiv gestimmten Dialoge zwischen den Farben. So wird eine gewisse Problemferne suggeriert, zu der der scheinbar spielerische Umgang mit den Bildteilen hinzukommt. Ob das Bild statischer, ruhiger oder dynamischer und lebendiger gehalten ist – in jedem Fall überzeugt die meisterhafte Kompositionsweise. Der musikalischen Komposition verwandt, bestimmen lang gezogene, intensive Töne (Flächen) neben kleinteiligen zart oder fest gestimmten den Ausdruck und die Wirkung des Bildes. Was diese Ausstellung dankenswerterweise dokumentiert ist, daß Lieselotte Schwarz eine hervorragende Zeichnerin ist. Ihre oft hauchzart hingestrichelten, mitunter schemenhaft faßbaren Zeichnungen bezeugen die feine künstlerische Sensibilität und ihre Meisterschaft in diesem heute kaum noch beachteten Sonderbereich der bildenden Kunst....“